Wenn man sich eine ganze Weile mit Pflanzen beschäftigt, dann bekommt man irgendwann den Eindruck, dass Bäume Tänzer sind, nur in einem deutlich langsameren Tempo als wir.

Was für uns wie eine starre Pose aussieht, ist in Baumzeit eine weitausholende Bewegung durch die Jahrzehnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich stellt sich dann die Frage, zu welcher Musik sie tanzen. Und das ist der Moment, in dem man anfängt, sich mit Keppler und der Weltharmonie zu beschäftigen und obwohl man in diesem Stadium seines Lebens dann meistens eher wenig Freunde und andere soziale Kontakte hat, macht es große Freude. Man muss  irgendwann auch wieder damit aufhören, sonst lauert der erste schizophrene Schub gleich hinter dem nächsten Baum, aber bis dahin kann man sehr viel Spaß haben.

 

Die zweite wichtige Erkenntnis ist, dass die Pflanzen eine heimliche Revolution planen.

Sie versuchen, sich wurzelweise in unsere Städte zu bewegen und von dort aus sanft und schmerzlos die Herrschaft zu übernehmen.

 

Das Problem ist die nach menschlichen Maßstäben langsame Zeit. Denn obwohl ich ein großer Befürworter der Baumrevolution bin, werde ich sie wahrscheinlich nicht mehr mit erleben.

 

Hier einige Pflanzen auf dem Vormarsch:

 

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