Wenn man sich eine ganze Weile mit Pflanzen beschäftigt, dann bekommt man irgendwann den Eindruck, dass Bäume Tänzer sind, nur in einem deutlich langsameren Tempo als wir.

Was für uns wie eine starre Pose aussieht, ist in Baumzeit eine weitausholende Bewegung durch die Jahrzehnte.

Diese Erkenntnis wirft natürlich die Frage auf, zu welcher Musik sie tanzen. Und das ist der Moment, in dem man anfängt, sich mit Keppler und der Weltharmonie zu beschäftigen und obwohl man in diesem Stadium seines Lebens dann meistens eher wenig Freunde und andere soziale Kontakte hat, macht es große Freude. Natürlich muss man irgendwann auch wieder aufhören damit, sonst lauert der erste schizophrene Schub gleich hinter dem nächsten Baum, aber bis dahin kann man sehr viel Spaß haben.

 

 

 

 

Die zweite wichtige Erkenntnis ist, dass die Pflanzen eine heimliche Revolution planen.

Sie versuchen, sich wurzelweise in unsere Städte zu bewegen und von dort aus sanft und schmerzlos die Herrschaft zu übernehmen.

 

Das Problem ist die nach menschlichen Maßstäben langsame Zeit. Denn obwohl ich ein großer Befürworter der Baumrevolution bin, werde ich sie wahrscheinlich nicht mehr mit erleben.

 

 

Vermutlich ist eine der Kernzellen der europäischen Baumrevolution in Fortingall.

 

Bäume auf dem Weg in die Stadt.

Kakteenspäher im Distanzeinsatz.

Astspäher im Naheinsatz, deutlich erkennbar das Auge, rechts in der Vergrößerung.

Noch ein Astspäher.

Links ein Kriechangriff von Wurzelwerk, der - wie man auf dem rechten Bild sieht - ca. ein Jahr später zu einer vollständigen Übernahme eines platzansässigen Bauwerkes führte.

Vom Verbleib der  Bewohner ist bis heute nichts bekannt.

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